Stifte und Süßigkeiten für die Kinder in Kabango und Kako

Dezember 2018

Reise der drei Vereinsmitglieder Werner Wilkens, Andreas Schwering und Reinhard Gügelmeyer nach Uganda.

Am 04. Dezember 2018 begann unsere Reise von Amsterdam Richtung Entebbe.

 

Im Gepäck hatten wir dieses Mal ca. 50 kg Süßigkeiten und Buntstifte. Die Schüler der Schule am Schloß aus Sögel hatten für die Kinder in Kabango und Kako Süßigkeiten, Stifte und Geld gesammelt. Außerdem haben die Schüler Selbstgebasteltes verkauft, dessen Erlös ebenfalls durch uns an die Projekte in Kabango und Kako übergeben wurde. Wir können berichten, dass sich die afrikanischen Kinder sehr über die Geschenke gefreut haben. Blickt man in die leuchtenden Kinderaugen, so weiß man, dass sich diese Spendenaktion sehr gelohnt hat. Nochmals ganz herzlichen Dank an die Schüler aus Sögel.

Übernachten konnten wir in der Residenz des Erzbischofs Cyprian Kizito Lwanga in der Hauptstadt Kampala. Den Erzbischof kannten wir schon von seinem Besuch in Deutschland, wo er u.a. mit uns die Jugendhilfeeinrichtung Johannesburg in Surwold besichtigte. Er war sehr begeistert davon, dass  auch lernbehinderte junge Menschen in Deutschland eine  Chance auf Bildung erhalten. Dieses Thema wurde unter anderem bei Gesprächen während gemeinsamer Mahlzeiten vertieft. So wurden z. B. mit dem Erzbischof, Bruder Christopher Mapera und weiteren Bewohnern der Residenz Pläne für ein Technologiezentrum besprochen. Ein geeignetes Grundstück nahe der Residenz könnte seitens des Erzbischofes zur Verfügung gestellt werden.

Nachdem wir das Grundstück beim Erzbischof besichtigt haben, wurde der restliche Tag für die Beschaffung von Installationsmaterial für die Beleuchtung und die Photovoltaikanlage genutzt. In Uganda ist es nicht selbstverständlich, dass man Baumaterialien in adäquaten Geschäften erwerben kann. Aufgrund dessen waren viele Gespräche von Christopher Mapera notwendig, um diese zu organisieren. Die vielen kleinen Geschäfte scheinen untereinander ein großes Netzwerk zu pflegen. Das Material wurde von allen Seiten zusammengetragen, so dass wir am Ende des Tages fast alles zusammen hatten.

Bevor es am nächsten Tag bepackt mit Fenstern und Türen auf dem Dach unseres Fahrzeuges in Richtung Westen zu unserem Kindergartenprojekt nach Kako ging, hatten wir in Kampala noch einen Termin mit der Firma von Neil Robertson. Diese bohrten für BeLu schon den Brunnen in Kabango und sollten nun auch den Brunnen in Kako mit einer elektrischen Wasserpumpe erweitern. Um die Dimensionierung der Komponenten zu optimieren, wäre es lt. Neil Robertson zunächst erforderlich die Wasserkapazität des Brunnens zu ermitteln. Den Test dafür haben wir noch am selben Tag in Auftrag gegeben. Schon am nächsten Tag haben die Mitarbeiter der Firma Neil Robertson für 6 Stunden aus dem Brunnen Wasser gefördert. Durch die Beobachtung des Wasserpegels konnte die Kapazität des Brunnens berechnet werden. Nachdem der Brunnen dadurch für die solarbetriebene Pumpe als tauglich befunden wurde, konnten die Pläne für die sanitären Anlagen mit Wasserversorgung konkretisiert werden.

 

Wir konnten nun mit der Elektroinstallation in Kako beginnen. Die Photovoltaikanlage konnte in Betrieb genommen werden und sorgte für die Versorgung der Beleuchtung. Eine kleine Lichtquelle bedeutet in Uganda schon etwas ganz Besonderes. Außerdem konnte der große Container, in dem das gesamte Baumaterial von Deutschland nach Uganda verschifft wurde, zu drei kleine Wohnungen umgebaut werden. Eine zusätzlich angebrachte äußere Verkleidung von Sandwichelementen bietet nun auch bei größerer Hitze angenehmere Temperaturen im Inneren. Diese Wohnungen dienen in Zukunft Lehrern bzw. Erziehern als Unterkunft. 

Während unserer Arbeiten in Kako versorgten uns die Frauen aus dem Dorf täglich mit Mahlzeiten. Für diese liebe Gastfreundschaft möchten wir uns ganz herzlich bedanken. 

Nach getaner Arbeit in Kako ging die Reise am 11. Dezember zurück nach Kampala. Bei einem Termin in der Deutschen Botschaft, Abteilung für wirtschaftliche Zusammenarbeit, konnten wir unsere derzeitigen Projekte ebenfalls nochmal vorstellen.

Des Weiteren eröffneten sich bei einem Gespräch mit Father Peter, dem Leiter der Caritas, neue Ideen und Möglichkeiten für weitere nachhaltige Projekte. Er stellte uns eine mögliche Fischzucht auf dem Gelände der Caritas vor. Es könnten dort Fische in Behältern gezüchtet werden, um diese dann später zu vermarkten. Die Abwässer aus den Fischbehältern könnten gleichzeitig als Dünger für den Gemüseanbau dienen.  Der Erlös aus dem Fisch – und Gemüseverkauf wäre für Bedürftige eine große Unterstützung. Wir werden diese Idee weiter aufgreifen und bei BeLu weiter besprechen.

Der Abreisetag war der 12. Dezember. Christopher Mapera brachte uns zum Flughafen nach Entebbe. Im Gepäck hatten wir 100 handgefertigte kleine Krippen, die wir später auf dem Weihnachtsmarkt in Sögel verkauften. Der Erlös daraus wird selbstverständlich wieder in unsere Projekte in Uganda investiert.

 

Vielen Dank an alle Mitwirkenden und Unterstützern für dieses erneut sehr erlebnis – und auch lehrreiche Reise.