Wasserversorgung für den Kindergarten

April 2019

Reise der drei Vereinsmitglieder Ludwig Wilkens, Werner Wilkens und Reinhard Gügelmeyer nach Uganda. 

Am 23. April 2019 begann unsere Reise von Amsterdam Richtung Entebbe.

Im Gepäck hatten wir auch dieses Mal Süßigkeiten und Buntstifte. Die Schüler der Schule am Schloß aus Sögel hatten für die Kinder in Kabango und Kako Süßigkeiten, Stifte und Geld gesammelt.

 

Auf unserer Reise von Entebbe nach Kaco konnten wir an der Hauptstraße ein Haus mit einer Latrine und einer Wasserversorgung besichtigen, welches noch vom verstorbenen Dr. Mosatzie entwickelt worden ist. Die Steine für dieses Haus wurden mit einer Steinpresse hergestellt. Dies hat den Vorteil, dass nicht wie sonst üblich, Steine durch wochenlanges Brennen hergestellt werden müssen. Holz ist ein so wertvoller Rohstoff in Uganda, wo die Nachhaltigkeit auch hier eine immer größere Rolle spielt. Vor einigen Jahrzehnten war Uganda noch zu 90 % bewaldet, der Kolonialismus hat den Waldbestand bis auf 10 % schrumpfen lassen.

In Kaco angekommen, konnten wir die Arbeiten an der Wasserversorgung vom Kindergarten begleiten. Nach Anbindung der Photovoltaikanlage an die Technik der Wasserversorgung, konnte das erste saubere Wasser aus ca. 70 m Tiefe durch die Pumpe gefördert werden. Jetzt steht wieder sauberes Wasser zum Kochen, Trinken und zur Körperpflege zur Verfügung. Wir konnte den Wohncontainer mit den drei Zimmern elektrisch anschließen, wodurch jetzt auch ab der Dämmerung ein bisschen Licht zur Verfügung steht.

Am 26. April haben wir die Reise in Richtung Kabango antreten. Hier haben wir uns von Father Gerald die Fischzucht in Kabango erklären lassen. Mit einfachsten Mitteln kann hier Fisch gezüchtet werden und zu einem Einkommen und Eigenversorgung verhelfen. Dieses Thema wird im Verein weiter besprochen, in wie weit wir ein solches Projekt unterstützen können.

Dann folgte eine Bestandsaufnahme auf dem Gelände der Schule in Kabango. Wir haben einen Zaun ausgemessen, der das Areal der Schule von der Straße trennen sollte. Dies ist auch notwendig da es schon zu einigen Unfällen gekommen ist, denn Kinder konnten so auf die Straße laufen. Desweitern haben wir die maroden Toiletten besichtigt. Hier muss kurzfristig eine Sanierung erfolgen, da dieser Zustand so nicht hinnehmbar ist. Auch der bei vor Jahren montierten Photovoltaikanlage ist aufgrund von Mängeln eine Reparatur notwendig. Die Schulleiterin hat uns den aktuellen Kindergarten gezeigt. Eine Art Bretterverschlag steht drei Gruppen von Kindern zur Verfügung. Ein Problem ist, das die Kinder mit ihren Füssen im Sand stehen müssen und laut Schulleiterin, über die Füße der Kinder das Ungeziefer in den Körper gelangen können. Hier haben wir sofort entschieden, daß ein Fußboden aus Beton die schnellste Lösung wäre. Christopher Mapera kann die Arbeit einplanen.

Die Schulleiterin hat uns erklärt, dass im Moment ca. 30 Lehrer an der Schule arbeiten. Viele von diesen Lehrern wohnen in den umliegenden Dörfern oder Städten. Da ein Lehrer in Uganda sehr wenig Geld verdient, zieht es viele Lehrer zu heimatnahen Schulen, weil sie sich keine Wohnung in Kabango leisten können. Eine Idee wäre es, auf dem Gelände der Schule eine Unterkunft für ca. 15 Lehrer zu schaffen, um gute Lehrkräfte auch an dieser Schule halten zu können. Gerne nehmen wir diese Idee mit und beraten uns in Deutschland, in wie weit wir hier helfen können.

Auf der Rückreise von Kabango nach Kampala sind wir bei einem Gesundheitszentrum in Luwero eingeladen worden. Nach der Besichtigung der Anlage konnten wir absprechen, daß mit der nächsten Lieferung von Deutschland auch medizinisches Gerät für diese Einrichtung zur Verfügung gestellt werden kann.

 

Nach einer Nacht in Kampala haben wir uns auf den Weg in ein Fischerdorf gemacht. Hier soll mit einer Zusammenarbeit der Organisation Wekembe ein zweites Hausbau Projekt realisiert werden. Auch an diesem Standort sind die Lebensbedingungen katastrophal und Hilfe dringend erforderlich.

Die Menschen vor Ort werden in der Planung mit eingebunden. Die Häuser sollen in Eigenleitung der Gemeinschaft errichtet werden.

 

Auf dem Rückweg zum Flughafen am 29. Dezember 2018, haben wir an der Hauptstraße nach Entebbe einen Händler gefunden, der Spielgeräte für Kinder herstellt. Hier haben wir dann eine Schaukel für den Kindergarten in Kaco ausgesucht, die Christopher Mapera dann nach Kaco transportieren und aufbauen kann.

Ganz Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden und Unterstützern für unsere Projekte.