Erzbischof Cyprian Kizito Lwanga aus Kampala zu Gast im Emsland

Der Erzbischof von Kampala/Uganda Cyprian Kizito Lwanga war auf Einladung der BeLu-Ugandahilfe vom 21.-22.10. 2018 im Emsland zu Besuch.

Als erstes wurde gemeinsam mit Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft „Miteinander“  in der Lähdener St.-Marien-Kirche ein Festgottesdienst gefeiert.

Der ugandische Erzbischof besuchte die Pfarreiengemeinschaft, da er krankheitsbedingt an dem Afrika-Fest zugunsten der BeLu-Ugandahilfe im Juni 2018 auf der Waldbühne Ahmsen nicht teilnehmen konnte. Erzbischof Lwanga lobte ausdrücklich die Arbeit der BeLu-Ugandahilfe und nannte sie einen „Teil der Lösung“ für die Probleme in seinem verarmten Heimatland.

In seiner Predigt nannte der 65-jährige Geistliche den Glauben, die Hoffnung und die Liebe zu Gott und den Menschen als die „drei größten Herausforderungen im Leben“. Viele Menschen hätten heute leider den Glauben verloren. Besonders in den afrikanischen Ländern hätten die Menschen aufgrund der „korrupten Regierungen“ die Hoffnung aufgegeben.

Gott zu lieben sei einfach, meinte der Erzbischof. Den Menschen und damit den Nächsten zu lieben „ist nicht so leicht“, räumte Lwanga ein. Mit den Worten „Frieden ist etwas wunderschönes“ rief der Erzbischof die Gläubigen auf, sich gegenseitig die Hände zu geben und dabei auf die eigene Hand zu achten. Der Daumen zeige zum Himmel als Zeichen für den Frieden mit Gott. Der Zeigefinger stehe für den Frieden in einem selbst, der Mittelfinger für Frieden in der Familie, der Ringfinger für den Frieden in der Nachbarschaft und der kleine Finger für den Frieden in der Welt.

Ausdrücklich dankte der Erzbischof aus Uganda den Kirchen in Deutschland für die Hilfe für sein Heimatland. „Die BeLu-Ugandahilfe ist Teil der Lösung für ein besseres Leben in unserem Land“, meinte der Erzbischof. Dabei würdigte der Geistliche besonders den Grundsatz zur Hilfe zur Selbsthilfe der emsländischen Hilfsorganisation.

 

Im Anschluss an den Gottesdienst kam es zu einer Begegnung der Delegation aus Uganda, Vertretern der Pfarrgemeinden und der Helfer der BeLu-Ugandahilfe bei einem gemeinsamen Frühstück im Lähdener Heimathaus. Ferner wurde das in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Naturkundehaus besichtigt.

 

Im Rahmen des Besuches wurde am 22.10. auch die Bildungsstätte Johannesburg besucht. 

Der Erzbischof und seine Begleiter wurden dort vom Leiter der Johannesburg Franz-Josef Lensker und Rudolf Seiters als ehemaliger Stiftungsvorstand und Unterstützer der BeLu-Ugandahilfe  begrüßt. Andreas Depping, Lehrer auf der Johnannesburg, stellte den Gästen aus Uganda und  ihren Begleitern in einem Vortrag das „System“ Johannesburg vor.

Dieses ist für den Erzbischof ganz besonders interessant, da hier quasi auf einem Campus eine schulische Grundausbildung und die berufliche Ausbildung auf einem hohen Niveau stattfindet. Ein ebensolcher „Campus“ ist auch in Kampala als Zukunftsprojekt vorgesehen. Der Erzbischof und der Verein BeLu arbeiten an diesem Projekt sehr eng zusammen. Bei der Besichtigung einzelner Werkstätten wurde dem Erzbischof und seinen Begleitern die hohe Qualität der fachlichen Ausbildung gezeigt, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließ.

Als ersten Schritt einer Zusammenarbeit zwischen der Johannesburg, BeLu und dem Erzbischof ist eine Ausbildung von Jugendlichen aus Uganda auf der Johannesburg im emsländischen Surwold vorgesehen. 

Im Anschluss besuchten der Erzbischof und seine Begleiter noch einige landwirtschaftliche Betriebe sowie eine von BeLu und jungen Ingenieuren aus Hannover gebaute Windmühle, die speziell für den möglichen Einsatz in Entwicklungsländern konstruiert wurde.