BeLu Ugandahilfe plant neue Aquaponik-Anlage – nachhaltige Ernährungssicherung wächst

Nach dem erfolgreichen Betrieb der ersten Aquaponik-Anlage auf dem Gelände der Caritas Nsambya in Kampala plant BeLu Ugandahilfe den nächsten großen Schritt: Eine zweite Anlage soll am Standort der Ausbildungswerkstätten in Kisubi entstehen – und damit das Herzstück eines wachsenden Projekts zur nachhaltigen Ernährungssicherung in Uganda werden.
Die erste Anlage, die 2021/2022 als Prototyp errichtet wurde, hat wertvolle Erkenntnisse geliefert. Bewährte Techniken in der Fischzucht und im Gemüseanbau wurden optimiert, neue Filtermethoden und verbesserte Belüftungssysteme steigern heute die Wasserqualität und die Überlebensrate der empfindlichen Tilapia (Viktoriabarsch). Der bisherige Standort wird künftig gemeinsam mit der Caritas betrieben, wobei die erwirtschafteten Gewinne direkt in neue Anlagen investiert werden sollen. Zusätzlich werden dort zwei 10.000-Liter-Tanks installiert, um in der Regenzeit Wasserreserven für die Trockenzeit anzulegen – bisher musste Wasser zugekauft werden. Eine Photovoltaikanlage sorgt zudem für eine zuverlässigere und nachhaltigere Stromversorgung.

Der neue Standort in Kisubi bietet dabei ideale Voraussetzungen: Ein 60 Meter tiefer Brunnen stellt jederzeit frisches Wasser bereit, und eine Photovoltaikanlage mit 16 kWp Leistung und 10 kWh Speicher wird die Anlage autark mit Energie versorgen. Das Grundstück wurde BeLu vom Erzbischof von Kampala zur Verfügung gestellt – ein Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der Organisation. Langfristig sollen dort neben der Aquaponik weitere landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee angebaut werden.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Ausbildung der lokalen Bevölkerung: Menschen sollen lernen, wie sie auch mit kleineren Einheiten – etwa im Hinterhof oder in abgelegenen Gebieten – eigene Aquaponik-Systeme betreiben können. So können sich Familien selbst mit frischem Fisch und Gemüse versorgen und durch den Verkauf der Produkte ihre wirtschaftliche Lage nachhaltig verbessern.

Unser besonderer Dank gilt Josephine Nantambi von der Nisi Organic Farm Tech, die das Projekt von Anfang an geplant, optimiert und betrieben hat – und auch in Kisubi wieder mit an Bord sein wird. Ebenso danken wir Christopfer Mapeera und seinen Brüdern von Amans für ihre verlässliche Unterstützung vor Ort.