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Monat: April 2026

Ein T-Shirt reist 6.500 Kilometer – Kindergartenkinder aus Berßen schenken Freude in Uganda

Manchmal braucht es nicht viel, um etwas zu bewegen – manchmal reicht ein T-Shirt. 42 Kinder des Kindergartens Regenbogenland aus Berßen haben jeweils eines ihrer liebsten T-Shirts gespendet, damit ein Kind in unserem Partnerkindergarten in Kako, Uganda, damit beschenkt werden kann. Eine einfache Idee mit großer Wirkung.

Nach einer Reise von rund 6.500 Kilometern konnten unsere BeLu-Mitglieder die T-Shirts bei ihrem jüngsten Besuch in Kako persönlich an die Kinder übergeben. Die Reaktionen waren bewegend: Erst schüchtern und zurückhaltend, wurden die kleinen Empfänger sichtlich stolz und glücklich, als Kindergartenleiterin Nakoto erklärte, was hinter dieser Aktion steckt – dass Gleichaltrige auf der anderen Seite der Welt an sie gedacht und etwas Persönliches für sie hergegeben hatten.

Solche Momente zeigen, wie Entwicklungshilfe auch auf der menschlichen Ebene wirkt: nicht nur durch Infrastruktur und Versorgung, sondern durch Verbindung und Solidarität zwischen Menschen, die sich nie begegnet sind.

Ein herzlicher Dank gilt Mechtild Geers, der Kindergartenleiterin aus Berßen, die diese besondere Aktion ins Leben gerufen und mit großem Engagement umgesetzt hat.

Neue Wasserversorgung und Küchenrenovierung für den Kindergarten in Kako

Bei ihrer jüngsten Reise nach Uganda hat das BeLu-Team wieder den Kindergarten im Dorf Kako besucht – und gleich mehrere wichtige Verbesserungen vor Ort umgesetzt, die den Kindern und der gesamten Dorfgemeinschaft zugutekommen.

Sauberes Wasser für alle

Ein zentrales Thema war die Wasserversorgung. Bisher hatten die Dorfbewohner Wasser an einer Außenzapfstelle holen können – doch ein zu kleiner Tank führte immer wieder zu Engpässen, besonders in der Trockenzeit. Für den Kindergarten selbst blieb dann oft nicht genug Wasser übrig. Dieses Problem gehört nun der Vergangenheit an: Ein neuer 10.000-Liter-Überlauftank wurde installiert, der die Dorfbewohner zuverlässig versorgt, während der Kindergarten direkt mit frischem Brunnenwasser gespeist wird. Ein durchdachtes neues Wasserkonzept trennt beide Versorgungsstränge und stellt sicher, dass weder das Dorf noch der Kindergarten künftig auf dem Trockenen sitzen.

Sicheres Kochen ohne Rauch

Auch im Kochhaus gab es dringenden Handlungsbedarf. Die beim Bau verwendeten dünnwandigen Abzugsrohre hatten sich nicht bewährt – eines war bereits beschädigt, sodass Rauch in die Küche eindringen konnte. Alle drei Rohre wurden durch hochwertigere Exemplare ersetzt. Das Kochhaus, das täglich für die Mahlzeiten der Kindergartenkinder genutzt wird, kann nun sicher und rauchfrei betrieben werden.

BeLu Ugandahilfe plant neue Aquaponik-Anlage – nachhaltige Ernährungssicherung wächst

Nach dem erfolgreichen Betrieb der ersten Aquaponik-Anlage auf dem Gelände der Caritas Nsambya in Kampala plant BeLu Ugandahilfe den nächsten großen Schritt: Eine zweite Anlage soll am Standort der Ausbildungswerkstätten in Kisubi entstehen – und damit das Herzstück eines wachsenden Projekts zur nachhaltigen Ernährungssicherung in Uganda werden.

Die erste Anlage, die 2021/2022 als Prototyp errichtet wurde, hat wertvolle Erkenntnisse geliefert. Bewährte Techniken in der Fischzucht und im Gemüseanbau wurden optimiert, neue Filtermethoden und verbesserte Belüftungssysteme steigern heute die Wasserqualität und die Überlebensrate der empfindlichen Tilapia (Viktoriabarsch). Der bisherige Standort wird künftig gemeinsam mit der Caritas betrieben, wobei die erwirtschafteten Gewinne direkt in neue Anlagen investiert werden sollen. Zusätzlich werden dort zwei 10.000-Liter-Tanks installiert, um in der Regenzeit Wasserreserven für die Trockenzeit anzulegen – bisher musste Wasser zugekauft werden. Eine Photovoltaikanlage sorgt zudem für eine zuverlässigere und nachhaltigere Stromversorgung.

Der neue Standort in Kisubi bietet dabei ideale Voraussetzungen: Ein 60 Meter tiefer Brunnen stellt jederzeit frisches Wasser bereit, und eine Photovoltaikanlage mit 16 kWp Leistung und 10 kWh Speicher wird die Anlage autark mit Energie versorgen. Das Grundstück wurde BeLu vom Erzbischof von Kampala zur Verfügung gestellt – ein Zeichen des Vertrauens in die Arbeit der Organisation. Langfristig sollen dort neben der Aquaponik weitere landwirtschaftliche Produkte wie Kaffee angebaut werden.

Ein zentrales Ziel des Projekts ist die Ausbildung der lokalen Bevölkerung: Menschen sollen lernen, wie sie auch mit kleineren Einheiten – etwa im Hinterhof oder in abgelegenen Gebieten – eigene Aquaponik-Systeme betreiben können. So können sich Familien selbst mit frischem Fisch und Gemüse versorgen und durch den Verkauf der Produkte ihre wirtschaftliche Lage nachhaltig verbessern.

Unser besonderer Dank gilt Josephine Nantambi von der Nisi Organic Farm Tech, die das Projekt von Anfang an geplant, optimiert und betrieben hat – und auch in Kisubi wieder mit an Bord sein wird. Ebenso danken wir Christopfer Mapeera und seinen Brüdern von Amans für ihre verlässliche Unterstützung vor Ort.